Teilhabe und Inklusion von Menschen mit Demenz

In Deutschland ist Demenz häufig mit dem Bild sehr alter, pflegebedürftiger Menschen verbunden. Daran orientieren sich meist die Unterstützungsangebote unterschiedlicher Akteure aus Gesundheits- und Altenversorgung.

Seit einigen Jahren jedoch erheben vor allem jüngere Menschen, die mit einer Demenzerkrankung leben, ihre Stimme. Mit der Forderung "Nicht ohne uns über uns!" haben sie einen Perspektivwechsel auf die Demenz eingeleitet - hin zu mehr Begleitung und Unterstützung der Betroffenen, da wo sie tatsächlich nötig und gewünscht ist.

Nur wenn Demenz-Betroffene und Nichtbetroffene einander auf Augenhöhe begegnen und miteinander voneinander lernen können, ist es möglich eine demenz-sensible Gesellschaft zu schaffen und die Herrausforderungen, mit denen wir durch das Thema Demenz konfrontiert sind, zu bewältigen.

Viele engagierte und sehr positive Initiativen sind bereits entstanden und bereiten den Weg für ein anderes "Demenz-Bewusstsein" (engl. Dementia Awareness), z.B. Selbsthilfe-Gruppen von Menschen mit Demenz. Bisher einzigartig in seinem Wirken in Europa ist der von der Selbstbetroffenen, Demenz-Aktivistin und Buchautorin Helga Rohra gegründete Verein "TrotzDemenz e.V.", der sich für die Rechte von Menschen, die mit einer Demenz leben, einsetzt.